Einen besonders prägenden Abschnitt bildete später die Zeit rund um Arma 3. In dieser Phase entstand mit Real Life RPG eine eigene Life-RPG-Modifikation, die sich innerhalb der deutschen Community sehr erfolgreich etablierte und zeitweise von rund 500 Spielern genutzt wurde.
Dabei war ich nicht nur an der Entwicklung beteiligt, sondern Betreiber der gesamten Plattform und Teamleiter eines großen Entwickler- und Administrationsteams. Neben der eigentlichen Entwicklung gehörten damit auch die Koordination des Teams, Aufgabenverteilung, Projektorganisation, technische Entscheidungen sowie der laufende Betrieb der Plattform und Community zu meinen Aufgaben.
Mit der zunehmenden Größe des Projekts wuchsen auch die Anforderungen an die technische Infrastruktur erheblich. Schon damals begannen wir damit, eigene Dedicated-Server in 19-Zoll-Gehäusen aufzubauen und für unsere Anforderungen zusammenzustellen. Zusätzlich wurden zahlreiche professionelle HP-Serversysteme eingesetzt und technisch betreut.
Für Real Life RPG stand uns schließlich im damaligen Rechenzentrum in Düsseldorf praktisch ein eigenes Rack mit der benötigten Serverinfrastruktur zur Verfügung. Der Aufbau, die Administration und der zuverlässige Betrieb dieser Umgebung gehörten ebenfalls zu meinem Verantwortungsbereich.
Dadurch beschäftigte ich mich intensiv mit Virtualisierung, Serverbetrieb und komplexen Infrastrukturen. Technologien und Systeme wie VMware ESXi, Proxmox VE, Windows Server und Debian Linux gehören seitdem ebenso zu meinem technischen Hintergrund wie MySQL-Datenbanken, Webserver, Gameserver, Datei- und Downloadserver, Netzwerkstrukturen, Storage, Backup-Systeme und die Administration virtualisierter Serverlandschaften.
Für unseren damals selbst entwickelten Arma-3-Launcher mussten große Mengen an Spieldaten zuverlässig an eine entsprechend große Anzahl von Spielern verteilt werden. Dadurch wurden auch Themen wie Load Balancing, Download-Verteilung, Performanceoptimierung und Verfügbarkeit zu einem wichtigen Bestandteil der Infrastruktur.
Hinzu kamen unter anderem Benutzer- und Rechteverwaltung, Datenbankadministration, automatisierte Dienste, Monitoring, Backup-Konzepte und die Überwachung der laufenden Serversysteme.
Gerade diese Kombination aus Softwareentwicklung, Serverinfrastruktur, technischem Betrieb und Teamführung hat meinen weiteren Werdegang stark geprägt. Software endet für mich nicht beim eigentlichen Programmcode. Ebenso wichtig sind die Architektur dahinter, die Infrastruktur, auf der Anwendungen betrieben werden, ihre Skalierbarkeit und letztlich auch die Organisation der Menschen, die gemeinsam an einem größeren Projekt arbeiten.